Die Flotte

1. Die Welt ist eine Scheibe ! – falsch !

2. Die Welt ist rund ! – auch falsch !

3. Die Welt ist ……

….in Wirklichkeit besteht die Welt aus zwei Hemisphären, die sich aufteilen in 21 Districte, welche wieder in 177 Flotten unterteilt sind.

Die Chefs der Flotten heißen Captain und Secretary.

Eine davon ist die Essener Flotte im 13. District (North Sea).

Legendäre Schlachten auf dem Stollergrund in Kiel und an langen Holztischen im Kloster Andechs oberhalb von Herrsching, Reisen nach Miami, Caracas und an die Copacabana, endlose Trailerfahrten durch ganz Europa, die Ora in Riva, die Welle in der Biscaya und der Midsomer in Schweden, abgesoffene Schiffe, gesplitterte Masten und verlorene Vorschoter – wenn die Jungs mal ins Erzählen kommen, hört das gar nicht wieder auf.

Das ist die Essener Starboot-Flotte.

Gegründet 1957 wollte man gleich hoch hinaus. Gegen Elvström, Blackaller, Connors, Szabo, Prada und Diaz. Lange Zeit alles bestrahlt von Olympischen Weihen. Man hielt sich für die Elite und war es wahrscheinlich auch. Auch im Zeitalter der Skiffs und der Foiler hat sich daran für den Bereich der Kielboote nichts geändert.

Aus Mahagoni wurde Kunststoff, aus Holz Aluminium. Neue Leute, neue Schiffe, ein ständiger Wandel auf der Höhe der Zeit.

Kommst Du zu mir, fahr ich zu Dir, ein reger Besuchsaustausch mit den Flotten aus Hamburg, Berlin und Kiel und von den umliegenden Binnenseen. Teilnehmer aus den Niederlanden und Frankreich geben den Regatten immer wieder auch internationalen Touch. Es war sogar schon einmal ein Amerikaner da.

Als Heimat der Yachtclub Ruhrland Essen mit seiner hervorragenden Infrastruktur, in dem die Starbootsegler schon immer eine herausragende Sonderstellung genossen.

Bei allem überregionalem Ehrgeiz bleibt die Basis unverzichtbar. Auf dem Baldeneysee sind die Starboote die ganze Saison über bei vielen regionalen Regattaveranstaltungen dabei.Hier gibt es auch den Kontakt zum Nachwuchs und zu Umsteigern aus anderen Klassen. Überregionale Top-Events nur für Starboote sind die Spring-Trophy im Frühjahr und der Commodore-Senator-Dr. Lüer-Preis Anfang Oktober:

Manche Schwäche des Reviers oder des Windes werden durch die dabei ausgerichteten Feste kompensiert, die nicht nur an norddeutschen Küsten, sondern auch an bayerischen Seen einen legendären Ruf genießen.

Heute ist die Essener Flotte eine der größten Starbootgemeinschaften in Deutschland.

Wer Lust hat, das Boot und die Flotte mal kennen zu lernen und mit zu segeln ist herzlich willkommen.

Commodore Senator Dr. Lüer Preis

Bei jeder Flotte, die etwas auf sich hält, gibt es ein Haupt-Event.
Bei der Essener-Flotte ist dies seit 1966 die Ranglistenregatta Commodore Senator Dr. Lüer Preis welche traditionell Ende September / Anfang Oktober auf dem Baldeneysee ausgerichtet wird.

Historie

  • Gegründet 1957 von Essener und Düsseldorfer Starbootseglern
  • Flottenchefs (Captain) waren Alfred Scheepers, Karl Hampe, Hacky Luxa, Uwe Paulsen, Uwe Hannemann, Jörg Mellis
  • 1966 erster Commodore-Senator-Dr. Lüer-Preis, gestiftet vom Namensgeber, dem langjährigen Vorsitzenden des Yachtclub Ruhrland, endgültig gewonnen 1979 von Hartmut Voigt (KF), Neustiftung durch Dr. Lüer
  • Peter Engler (DYC) wird 1975 Deutscher Meister
  • 1975 gewinnt Jörg Ricken mit Pummel Kuke (Berlin) die Kieler Woche
  • Teilnahme an Weltmeisterschaften:

1966   Kiel – Heinz Lambeck

1972   Caracas – Nico Jürgensen

1973   San Diego – Werner Lambeck

1974   Laredo – Edwart Hengstenberg, Jörg Ricken

1975   Chicago – Jörg Ricken

1976   Nassau – Edwart Hengstenberg

1977   Kiel – Edwart Hengstenberg

1978   S. Francisco -Erwin Joras

1979   Marstrand – Erwin Joras

1980   Rio d. Janeiro – Hacky Luxa, Reiner Haase

1982   Medemblik – Hacky Luxa, E. Weinberg

1988   Buenos Aires – Reiner Haase

1989   Porto Cervo – Reiner Haase

1990   Cleveland – Reiner Haase

1999   Punta Ala – Uwe Hannemann

2001   Medemblik – Uwe Hannemann

2014   Malcesine – Jörg Mellis

  • 2008 Jubiläumregatta der Essener Flotte mit über 50 Starbooten